Bericht 4 h SuperclassiX Endurance 15.-16. Juli




Rasch/Westermajer ließen den Fours keine Chance

Ist das verkehrte Welt? Während beim Classic Endurance ein Vierzylinderteam gewann, ging die SuperclassiX Endurance an die Zweizylinderfraktion. Peter Westermajer und Claus Rasch drückten dem Vier Stunden-Rennen deutlich ihren Stempel auf und führten ihren Ducati-Zweiventiler mit drei Runden Vorsprung zum

Sieg vor dem „Felgenfeuer“-Team mit Peter Meinhard und Rainer Platt auf ihren Yamaha FZ/FZR. Doch der Sieg war kein leichter: Bis nach Rennmitte lieferte das schnelle niederländische Team mit Geert Donker und Jan Wetter auf ihrer Kawa ZXR 750 der Squadra Ducati ein Kopf an Kopf-Rennen – erst ein Sturz mit langer anschließender Reparatur entspannte die Situation zugunsten der Twins. Dass aus dem Zweikampf an der Spitze kein Dreikampf wurde, war schon beim Start klar: Die Ducati 900 SS des PS-Weigel JBS-Endurance-Teams, im Training Drittschnellste, kam erst gar nicht vom Start weg und konnte erst nach halbstündiger Reparatur in der Box das Rennen aufnehmen. Die schnellste Rennrunde war da ein schwacher Trost – mehr Trost spendete dem Team hingegen die tolle Fahrt der zweiten



Maschine: Thomas Ilzhöfer und Erik Madsen prügelten die nur 68 PS starke 750SS zu einem tollen vierten Gesamtrang hinter dem Dalmühle-Guzzi-1100-Sport-Team mit Steffen Werner und Sven Kessler.

Damit gewannen Ilzhöfer/Madsen die TTF3, doch das Team Ninja Turtles mit Marco Gramenz und Falk Schüler auf ZXR 400 ließ sich nur eine Runde abknöpfen und holte Rang 2 vor Lutz Juhrig (SRX 600) und Robert Bomhauer (Ducati 750 TT1)  und dem Honda NC 30-Teamvon Wolfgang Saul und Richard Rieke.

Am meisten los war in der TTF1: Die Gesamtsieger Westermajer/Rasch hatten nach der langen Reparaturpause von Donker/Wetter freie Fahrt und

gewannen souverän vor dem I-A-L-Team von Peter Grüther (Guzzi) und Enno Berk (900 SS), das seinerseits dem JJ-Team mit Jürgen Lösch und Jörg Gellern auf Ducati 900 SS drei Runden aufs Auge drückten. Die hatten allerdings Markus Rielmann/Ralf Imiella auf ihrer Honda VFR 750 im Nacken, die sich nach schlechtem Start langsam nach vorne ackerten und im Ziel nur eine halbe Minute Rückstand hatten. Die niederländische Ehre rettete das Team Wombar mit Jan Eybergen und Art van de Kraats (Ducati 900 SS), die Platz 5 mit zwei Runden Vorsprung auf Jürgen Borchert/Volker Müller auf dem 750 Knicker-Gixxer belegten, die ihrerseits die Knicker-GSX-R-Kollegen Herbert Bamberger und Karin Münch auf Platz 7 verwiesen.

Wenigstens in der TT Open gab es einen Vierzylindersieg: Meinhard /Platt setzten sich hier mit ihren FZR um zwei Runden gegen die Guzzi 1100 S von Werner/Kessler durch, Rang drei ging an Mike Schabel (CBR 900) und Katharina Hörath (VFR 400).

Klare Sache in der TT F2: Michael Frers und Gerhard Gröhser hatten keine Konkurrenz zu fürchten und holten allein auf weiter Flur mit ihrer CBR 600 nicht nur den Pokal, sondern auch den fünften Platz im Gesamtklassement.