Rennbericht Sportbike ClassiX, Most 3.9. - 5.9.


Summer ClassiX in Most:

Siege für Passberger und Schreiner....

Die classicBEARS 2010 haben einen neuen Sieger: Hans Passberger gewann am Wochenende in Most beide Läufe mit seiner von Werner Kaiser auf Pantah-Basis neu aufgebauten Ducati 800. Mit zwei zweiten Plätzen baute dennoch Daytona seine Meisterschaftsführung weiter aus, denn Titelverteidiger Ralf Olbrich mit seiner TR 1 und Oschersleben-Sieger Manfred Sieg auf der BMW mussten sich jeweils mit einem dritten und vierten Platz zufrieden geben. In alter Form zeigte sich Werner Kaiser, der seine TTF1 zu zwei fünften Plätzen trieb, in Lauf 1 vorbei an BMW-Treiber Hans Schlotter, der den zweiten Lauf jedoch wegen akustischer Warnsignale aus seinem Boxer ausließ. Dafür war Thorsten Lemmermann diesmal besser in Form und trieb seine Guzzi auf Platz 6 vor Robert Bomhauer auf der Ducati 750, der somit zwei siebte Plätze verbuchen konnte.

Hartmut Fiedler belegte mit der TR1 zwei 8. Plätze, in Lauf 1 vor den beiden Guzzista Torsten Lemmermann und Patrick Gleim, in Lauf 2 vor Patrick Gleim und Boxertreiber Eckart Schaich.

Vom Pech verfolgt war das Laverda-Team: Zuerst stürzte Frank Heyne wegen einer gebrochenen Speiche und war mit lädierter Schulter und arg mitgenommenem Triple ausser Gefecht, Uwe Ehninger sah in Lauf 1 das Ziel nicht und schied in Lauf 2 bereits beim Vorstart mit Technikdefekt aus. Auch Eckart Struck und Rainer Seidel kamen vor lauter Schrauben kaum bis gar nicht zum Fahren, bei Rainer Seidel reichte der Reservemotor wenigstens für den ersten Lauf.

Richtig Boden verlor in der vintageBEARS der bisherige Tabellenführende Sasacha Pfautsch. Nicht nur in beiden Läufen, sondern nunmehr auch in der Meisterschaft musste er Doppelsieger Frank Schreiner (SR 500) und Daniel Blanchard (Seeley-Ducati 450) ziehen lassen. Auf dem schnellen Most-Kurs waren mit der V 50 nur zwei dritte Plätze drin.  Pantah-Treiber Thorsten Wulff und Jan Wellßow-Gollan mit seiner Egli-Honda CB 450 belegten jeweils die Plätze 4 und 5, Pfautsch-Teamkollege Vladan Henkies sah nur in Lauf 2 als Sechster das Ziel.

... und Kawa vor Honda bei den guzzigeplagten Vierzylindern


Warm anziehen (trotz des sonnigen Wochenendes) mussten sich die Vierzylindertreiber der SuperclassiX und classic Superbikes. Denn sie hatten das Vergnügen, zusammen mit den ThunderBEARS zu racen, und die zeigten sich kampfeslustig. Im ersten Lauf ließ Holger Aue mit seiner schnellen Guzzi das versammelte Feld ungeachtet der Zylinderzahl hinter sich und gewann so die ThunderBEARS vor Erik Madsen und Jörg Beisel. Steffen Werner holte mit seiner 1100 Sport Rang 4, und Stephan Harms (Ducati) und Stefan Nerge (Guzzi) kreuzten nach langem Fight als Sechster und Siebter die Linie. Als dann in Lauf 2 Aue fehlte, war dass die Stunde des Guido Wegner. Das ganze Wochenende bereits gut in Fahrt, gewann er sein erstes ThunderBEARS-Rennen verdient vor Madsen und Beisel. Stephan Harms biss sich vorbei an Steffen Werner auf Platz 4, Stefan Nerge lief als Sechster ein.

Im Vierzylinderfeld stellte sich die Frage nach dem Sieger nur in der SuperclassiX TTF1. Aber Christian


Richinger behielt mit seiner Kawasaki ZXR 750 stets die Kontrolle über die RC 30-Verfolger, unter denen sich Wolfgang Harbusch mit zwei zweiten Plätzen als Bester schlug. Die dritten Plätze teilen sich Heinz Cordes und Daniel Groth. Der schnelle Däne Mikal Henriksen konnte gar nicht eingreifen: erneuter Motorschaden an der ex-Fogarty RC 30 – aber bis Oschersleben will das Team dann mit einem zweiten Motor anrücken.

Die TT Open ging ebenso konkurrenzlos an Sven Ohrmann wie die TT F2-Sieger Hans-Werner Bischoff, der sich immerhin ausreichend Kurzweil durch Bedrängen der Spitze verschaffen konnte. Falk Wolf hätte sich auch mehr Konkurrenz gewünscht, war aber nach seinem Sturz im Training froh, das Ziel zu sehen.

Die Classic Superbikes hatten eine gute Zeit inmitten der 17zölligen Fours and BEARS, innerhalb ihrer Klasse aber wenig Wettbewerb. Mit besserem Spritkalkül wäre der schärfer gewesen, so aber gewann Andreas Heller mit seiner kawa Z!-R jeweils locker vor Horst Scherer mit der Gus-Kuhn-Suzuki.

Bereits vor dem Ende der Veranstaltung waren sich alle einig: Most war die Reise wert und eine Bereicherung für den Kalender.  Bis zum nächsten Jahr muss es sich halt nur noch rumsprechen, insbesondere in der Vierzylinderfraktion.

Ergebnisse Sportbike ClassiX, Most 3.9. - 5.9.

classicBEARS
vintageBEARS
ThunderBEARS
SuperclassiX
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