Bericht Lauf 1, Lauf 2, Schleiz 8.-10. Mai - SUPERSPORT OPEN
IDM-Besucher gewinnt – doch die Luft ist dünn hier
Im Zuge des bevorstehenden IDM-Laufes im August nutzten einige IDM-Supersport- und Yamaha-Cup-Piloten den Auftakt zum DMSB-Sportpokal in Schleiz als General-Probe. So zum Beispiel Ex-125er-GP-Pilot Georg Fröhlich, der seine von Race Point-Berlin vorbereitete CBR 600 auf die Pole stellt. Mit Dominik Borgelt (Borgelt-Yamaha R6), Andreas Brandt (Race Point-Berlin-Honda CBR) und Steffen Widmann (WM-Racing-Hester-Yamaha R6-Cup) war die erste Reihe stark besetzt.
Bei Grün überrumpelt Dominik Borgelt den Pole-Mann und IDM-Fix-Starter Georg Fröhlich, muß jedoch nach einer Runde die Führung abgeben. Fröhlich macht sich auf und davon und siegt mit klarem Vorsprung. Dahinter muss Yamaha-Pilot Borgelt alle Register ziehen, um Andreas Brandt in Schach zu halten. Mitte des Rennens gelingt dem Team-Kollegen des führenden Fröhlich der Sprung auf den zweiten Rang, es riecht nach Doppelsieg für das Race Point-Berlin-Honda-Team. Doch in der letzten Runde schlägt Borgelt noch einmal gekonnt zu, dreht den Spieß um und wird Zweiter.
Yamaha-Cup-Pilot Steffen Widmann und Marken-Kollege Marc Bornhäuser folgen mit Respektabstand auf den Rängen vier und fünf, Karl Hetzner jr. bringt auf Rang sieben auch die dritte Race Point-Berlin-Honda unter den Top-10 ins Ziel. Hannes Runge (MT-Dierks-Kawasaki ZX-6) verbessert sich gegenüber seiner Startposition (neun) im Rennen auf Rang sechs und läßt die vor ihm gestarteten Ralf Nosofsky (Nossmoto-Yamaha R6) und Thomas Link (Holzland-Racing-Triumph 675) hinter sich. Letzterer darf sich als bester Nicht-Vierzylinder fühlen, der seinen beiden Daytona-Mitstreitern René Dünke (Zwölfter) und Matthias Dax (14.) klar das Nachsehen gab. Die einzige Amazone, die erst 19-jährige Diana Spalteholz, erreichte Platz 18. im starken 600er OPEN Feld.
Auch in Lauf zwei am Sonntag schnuppert Dominik Borgelt für kurze zwei Runden die Führungs-Luft, dann übernimmt “Master Fröhlich” erneut das Kommando und entschwindet. Dem klar zweitplazierten R6-Piloten gehen sichere 20 Zähler durch die Lappen, als seine Yamaha R6 vier (!) Runden vor Ende ohne Sprit stehen bleibt. „Ich schätze, ich habe aus Versehen dieselbe Menge Benzin wie am Samstag getankt“, gab der rasende ÖHLINS-Rennservice-Mann (den er im Rahmen des DMSB-Sportpokals macht) zerknirscht zu (Anmerkung: Die Renndistanz am Sonntag war jedoch 25% länger). Nicht weniger verärgert ist Andreas Brandt, der als Zweiter abgewunken wird, aber 30 Sekunden Strafe (wie drei weitere Kollegen) wegen Frühstarts erhält. Er wird auf Platz sechs zurückgestuft, wodurch Marc Bornhäuser und Steffen Widmann überrascht und kampflos aufs Treppchen steigen dürfen. Ein gut aufgelegter Ralf Nosofsky (am Vortag Achter) erbt noch den vierten Rang. Thomas Link auf der Triple-675 düst erneut in die Top-10 (Neunter), der farbige US-Boy Maurice C. Evans, am Vortag als 13. im Ziel, hat am Sonntag kein Glück und rauscht auf seiner Reese-Yamaha zwei Runden vor Schluss in die schöne Schleiz-Natur.