Bericht Festival ITALIA 11.-14. Juni- Pro BEARS



Die erste Reihe der ProBEARS katapultiert sich vom Start weg. Doch aus der zweiten Reihe naht schon Dirk Mothes
Pro BEARS : Hellmich vollstreckt auch auf Italo-Terrain

Auch wenn der amtierende Champion Dirk Mothes wieder mal einen seiner berühmten Mega-Starts aus der zweiten Startreihe zeigte und in Führung ging: Der Dominator bei den Pro BEARS heißt eindeutig Christoph Hellmich. Mit Trainingsbestzeit, zwei schnellsten Rennrunden und zwei Siege aus Schleiz psychisch bestens ausgerüstet, stand der Street Triple-Pilot auch in der Börde auf Startplatz eins. Die Führung von Mothes dauerte nur eine Runde, ehe Hellmich wieder das Zepter in die Hand nahm und die Flucht nach vorn ergriff. Joachim Scholz mit der Buell XB (Team „pegasusraceteam.com“) wollte die Solofahrt Hellmichs unbedingt verhindern, überforderte seinen amerikanischen Untersatz bei der Verfolgung

allerdings in Runde sechs und flog ab. So erbte Meister Mothes den zweiten Platz, mußte sich in den finalen Runden allerdings nochmal gegen den stark aufkommenden Stefan Solterbeck (Triumph Street Triple) strecken. Bernd Zwanzig (Ducati 749) und Uwe Krüger (Hadeler-Ducati 1000 SS) verwiesen den aus Reihe eins gestarteten BWM-Piloten Stanislav Klouchek (Team Protex-Racing) auf Rang sechs. Rudy Nunge (Team Picon Bretzel-Racing) gelang mit der Dynotec-Guzzi auf Platz sieben ein Achtungserfolg, die knappste Entscheidung des Rennens - 36 Hunderstel Vorsprung im Ziel - fiel zwischen dem achten Werner Häring (Ducati 900 SS) und Michael Lotz ((Ducati 851) auf Position neun.
Unter den lediglich vier gestarteten Super-Twins war die Sache klar für Bernd Lohrig. Aufgrund „des Renngetriebes mit langem, erstem Gang“ kam der Mann aus Syke nur schleppend vom Start weg, Teamkollege Frank Kehlenbeck mit der Paul Smart-Replica und der


Mothes übernimmt nur zu Rennbeginn die Führung, doch Hellmich bleibt cool und attackiert. Auch Scholz auf der Buell ist nur in der Anfangsphase vorn dabei und muss später Bernd Zwanzig auf der 749 vorbeilassen.

Super Rennen, oder? Mothes, Hellmich und Solterbeck nach dem Zieleinlauf

Spanier Santi Prat auf der NCR Millona zogen flink vorbei. Doch Lohrig stellte die Kontrahenten bald, pflügte durchs Pro BEARS-Feld bis auf  Gesamt-Rang vier vor und gewann die Wertung der Super-Twins klar vor Kehlenbeck und Prat.

Rennen zwei geriet zum Abziehbild des ersten Laufes: Mothes schmuggelte seine gelbe Ducati 748 erneut an der ersten Reihe vorbei, Sieger Hellmich holte sich jedoch bereits eingangs der ersten Kurve die Führung zurück – und entschwand, wie schon bei den Läufen zuvor: vierter Sieg im vierten Rennen. „Da muß ich auf einen Ausfall von Christoph hoffen“, gab der Zweitplazierte Dirk Mothes zu Protokoll, der seinerseits ebenfalls zum vierten Male auf dem Treppchen stand. Mit Stefan Solterbeck war die Treppchen-Mannschaft

dann auch komplett identisch wie beim ersten Rennen. Dahinter fightete ein Trio aus Stanislav Klouchek, Bernd Zwanzig und Joachim Scholz atemberaubend um die Ränge vier bis sechs. Drei Runden vor Schluss begnügte sich der von seinen Stürzen angeschlagene Buell-Treiber Scholz freiwillig mit Rang sechs, BMW-Boxer-Pilot Kloucek revanchierte sich gegen Bernd Zwanzig für die Niederlage aus Lauf eins und holte Rang vier vor dem Ducati-Mann.
Gleiches Ergebnis, wenn auch ein anderer Ablauf bei den Super-Twins: Bernd Lohrig baute für Lauf zwei eine andere Kupplung ein, die ihm zu einem wesentlich besseren Start verhalf und gleich für klare Verhältnisse sorgte. Dahinter hatten Kehlenbeck und Prat fast das Rennen lang großen Duell-Spaß. Erst ein Fahrfehler des Spaniers trennte die beiden Spielgefährten voneinander.

Die Sieger des zweiten Laufs: Mothes, Hellmich (& family), Solterbeck, Kloucek, Krüger und Ackermann