Bericht Art Motor ClassiX - Motorland Aragon  




Art Motor ClassiX beim Motorland Classic Festival

Nicht nur Superbike WM-Helden, MotoGP-Cracks und Perfection-Zünder aller Kaliber lieben das Motorland Aragon, sondern auch die Klassik-Zunft. Einmal im Jahr - immer Ende Oktober - steht der Speedtempel in Nähe des nordspanischen Alcaniz im Zeichen der Auto- und Motorradhistorie, und eine Art Motor ClassiX-Abordnung war heuer erstmals dabei. Das Schubert-Team, das Motorräder zu den Perfection Days in Alcarras transportiert hatte, brachte die wertvolle Fracht von vier Classic Bikes bis zur nächsten, nur gut 100 Kilometer entfernten Station. Dort mischten sich Fritz Finke und seine Ducati Pantah, Andreas "Öli" Baumgarten sowie Niels Paulsen und Ralf Wobker mit ihren Z 1000-Kawas auf der Strecke und im Paddock unter die spanischen "aficionados". Die Motorland-Direktion hatte eigens eine Box dafür zur Verfügung gestellt, vor der die

Bikes immer dann blickeheischend parkten, wenn gerade keine "rodada" angesagt war. Besonders die Wobkersche Z1000-Langstreckenmaschine hatte es den Spaniern angetan - Japaner dieser Periode sind in Spanien rar, erst recht in so einem martialischen Outfit. Guzzis sind da eher angesagt, und gleich einen ganzen Schwung davon hatte das Guzzi-Motobox-Team der Familie Segarra mitgebracht. Aber drumherum parkten und fuhren nicht nur die populären Bultaco und Montesa, frühe Gixxer und VF-Honda, Yamaha TZ, Königswellen und Off Road-Bikes, sondern auch Raritäten wie eine BMW R50, Cobas-Yamaha, Suzuki RG 500 und eine pikfeine Vierzylinder-Yamaha TZ 700, mit der Salvador Canellas, GP-Sieger noch zu den Zeiten, in denen der GP von Spanien auf dem alten Montjuic hoch über Barcelona ausgetragen wurde, einer der Zweirad-Stars des Events war. Sammler und slow motion gaben dann auch mehr den Rhythmus der Veranstaltung vor: Rennen gehören nicht zum Programm des Classic Festival - dafür mehr Paraden für alle, die besonders auf der Autoseite für ein unbekümmertes Miteinander von 2CV, R5, Jaguar,Porsche, Lotus, Ferrari, amerikanischen muscle



cars à la Mustang und reichlich Youngtimer-BMW der 02er und 6er Serie sorgten.
Flaneure im Paddock durften sich über akustische Begleitung mehr oder weniger überzeugender Rockbands freuen - die sich aber zurückhielten, akustisch bis in den letzten Winkel des Paddocks vorzudringen. Das dürfte auch schwierig sein - dieses Paddock ist wirklich grooooß. Und deswegen hat es im nächsten Jahr auch noch Platz genug für mehr Vertreter der deutschen Klassik-Szene. Art Motor wird auf jeden Fall dabeisein.