Bericht Alcarras/E   13.-15. Februar 2010



Auf gehts! Alcarras unter die Räder nehmen. Art Motor war jetzt schon zum vierten Mal dort.
Das Sonnenloch von Alcarràs
Wirklich, es hätte schlimmer kommen können. Die Rennstrecken in Spanien meldeten bis in den tiefsten Süden Regen und Kälte, die Formel 1 plantschte in Jerez, und es sah überhaupt nicht danach aus, als sollte es den Moto2-Piloten bei ihren Tests in Barcelona besser ergehen. Doch für die Art Motor-Testdays in Alcarràs ließ die ganz Spanien bedeckende Wolkendecke ein ausreichend großes Sonnenloch, und die Sonnenstrahlen erwärmten wenigstens den Asphalt auf 14° und mehr.

Weil aber auch die Sonne dazu ihre Zeit braucht, wurde kurzerhand die Mittagspause gestrichen, dafür aber später angefangen. Die Fahrzeit wurde auf 12 bis 18 Uhr festgelegt, um den bestmöglichen Grip zu gewährleisten. Und so stellte sich dann trotz kalter Finger auch doch noch der Spaß ein, verwertbare Testergebnisse kamen noch dazu. Neben den Alcarras-Veteranen aus der Eifel und dem Frankfurter Raum waren auch Fahrer und Teams aus unterschiedlichen europäischen Meisterschaften angereist, um sich auf die Saison vorzubereiten.

Für die Zweitakt-Junioren Florian Alt und Alexander Flammer galt es, Motorrad wie Strecke kennenzulernen und Kilometer zu machen. Florian bereitet sich auf Red Bull Rookies Cup und IDM vor, Alexander auf die IDM 125, die er im Gegensatz zum Einsatz 2009 heuer  verletzungsfrei  bestreiten möchte.

Das 16-köpfige KTM-Team hatte sich jede Menge Arbeit vorgenommen und so spulten denn die beiden IDM-Cracks Martin Bauer und Stefan Nebel jede Menge Kilometer ab. Am Ende waren alle Aufgaben erledigt – Test erfolgreich beendet.  Strecke wie Infrastruktur fanden großen Anklang.

Die französische Equipe, bestehend aus Cedric Tangre – französische Superbike-Meisterschaft – sowie Ongaro Ornella und Robin Camus – französische Supersport-Meisterschaft – waren mit Technikern und Teamchef angereist. Auch für sie standen Funktionstests im Vordergrund. Cedric Tangre, Vierter in der französischen Superbike-Meisterschaft sowie in Le Mans, ließ es von den Franzosen am flottesten angehen und blieb zeitenmäßig nicht weit hinter den beiden KTM-IDM-Cracks. Ongaro Ornella war bisher auf einer 125er unterwegs – bis hin zu einer GP-Wild Card, und machte sich hier erstmals mit dem stempelnden Hinterrad eines Supersportlers vertraut.

Um Funktion ging es auch dem direkt aus Valencia angereisten Briten Chris Mattews. Dessen 750er GSX-R wollte einfach nicht so laufen, wie sie sollte – zumindest nicht über 10.000/min.

Daumen hoch für Alexander Flammer und Florian Alt.



Beginn einer Dienstfahrt: Martin Bauer und Stefan Nebel nehmen die nächste Etappe in Angriff.

Die Halle 7-Mannschaft nahm sich des Problems an – und fand den Fehler: Benzinpumpe defekt. Zum Glück hatten die Franzosen noch eine im Gepäck, die sie Chris liehen – racing with friends, live und in Farbe!

Gemütlich wurde es abends in der Cafeteria. Nuria hatte mit Unterstützung von Tante und Mutter herrliche Paellas zubereitet, mit einem Extrapfännchen ohne Fleisch und Fisch für die vegetarische Fraktion. So ließ sich die Kälte des Tages schnell vergessen.

Das Fazit aller Beteiligten: Alcarràs lohnt sich. Die Strecke ist toll, die Infastruktur nicht minder und die Leute sind freundlich und hilfsbereit. R6-Stefan war baff, dass die Marschalls ihn schon fragten, ob er OK sei, bevor er sich nach einem harmlosen Sturz wieder aufgerappelt hatte. Sanitäter und Ärzte sah man drei Tage lang nur bei ihrer Zigarettenpause vorm Medical Center.

 

Saisonvorbereitungen in Alcarras - eine gute Möglichkeit, Karneval zu feiern.
Oder die Osterferien: Vom 22. bis 25. März ist Art Motor erneut in Alcarras.


Debriefing: Die französische Pilotin und ihre beiden Mitstreiter analysieren die letzte Einstellung.


Wenn der Vater mit dem Sohne…
Wann immer möglich, frönen die Kaßburgs gemeinsam ihrem Hobby.


 



Augen- wie Gaumenschmaus: die Paella à la Nuria.